Zakopane
Wojewodschaft Kleinpolen, 29.369 Einwohner, 100 mal mehr Besucher. Zakopane, Winterhauptstadt Polens genannt und Touristenhochburg im Süden des Landes, die jedes Jahr über 3.000.000 Besucher anzieht, ist für folgendes berühmt: 1. Die bezaubernde Berglandschaft, 2. Die regionale Eigenart der "Góralen" - eines Hirtenvolkes, das einen für polnische Ohren seltsamen, gar lustigen Dialekt spricht, und 3. Skispringer, Skiläufer, Bergwanderer etc., sprich: Touristen, die aus dem ruhigen Städtchen in der Tatra eine Wintersportmetropole gemacht haben. Und das schon seit über 100 Jahren, als Zakopane offiziell zum Kurort wurde und immer mehr wohlhabendere Bürger anzog. Aber Zakopane hat auch eine dunkle Vergangenheit: Im 17. und 18. Jahrhundert wüteten im Niemandsland zwischen Polen und Österreich Räuberbanden, u.a. die des aus der heutigen Slowakei stammenden Janosik, der in die polnischen Volkslegenden einging. Kurz darauf zogen andere Glücksritter hierher, als in den Bergen Goldvorkommen gefunden wurden. Malerisch ist auch eine andere Bergepisode: Ende des 19. Jahrhunderts erstellten drei polnische Maler ein riesiges (115 x 16 m großes) Panorama der Tatra und präsentierten es in München!